Archiv für das Tag 'Artenschutzrecht'

Baumpflegearbeiten stören die Winterruhe von heimischen Fledermäusen

kai 17. März 2009

Seit ein paar Wochen zerreißen Motorsägenlärm und Baumschräddermaschinen die ruhige Idylle von Eikamp. Mehrere Landschaftsgärtner, ausgestattet mit zwei Hubwagen, bearbeiten intensiv die Baumkronen der kräftigen Buchen im Kramerbusch. Teilweise ragen nur noch die nackten Stümpfe in den Himmel hinein.

Es handelt sich um so genannte Baumpflegearbeiten, wie es auf einer Infotafel am Wegesrand geschrieben steht.

Doch sind diese Baumpflegearbeiten wirklich nötig? Was verbirgt sich dahinter?

Noch vor ein paar Monaten sind in diesem Gebiet mehrere seltene Fledermausarten gesichtet worden und nachfolgende Untersuchungen der Baumhöhlen bezüglich der Winterquartiere von Fledermäusen stehen noch aus.

Soll mit den Baumpflegearbeiten eine bewusste Störung in einem wichtigen Fledermausbiotop erreicht werden? Will man durch diese baumchirurgischen Eingriffe die Tierwelt vertreiben, um noch ausstehende faunistische Gutachten zu verfälschen?

Man muss dies so annehmen, denn um die neue Touristenattraktion von Odenthal zu bauen, lässt der Betreiber und Investor des Hochseilgartenprojekts nichts unversucht.

So konnte ihm nachgewiesen werden, dass sein in Auftrag gegebenes zoologisches Gutachten fehlerhaft ist und methodische Mängel aufweist. Das Traurige daran ist, dass er mit diesem Gutachten den Planungsausschuss und auch den Gemeinderat von Odenthal getäuscht hat. Die Mehrheit der Politiker hat nämlich auf der Grundlage des zoologischen Gutachtens der Uni Bochum für den Bau des Hochseilgartens gestimmt.

Die Dorfgemeinschaft Eikamp e.V. versucht nun schon seit längerer Zeit eine mindestens einjährige Begutachtung der Flora und Fauna des Planungsgebiets zu erreichen, wie es auch schon der Landschaftsbeirat und die Naturschutzverbände gefordert haben. Nur so kann tatsächlich festgestellt werden, welche schützenswerten Tier und Pflanzenarten sich zum jeweiligen Jahreszeitpunkt in diesem Gebiet aufhalten. Das könnte natürlich für den Betreiber des Hochseilgartens bedeuten, dass er seinen Hochseilpark in den Monaten September und Oktober schließen muss, wenn festgestellt wird, dass der Buchenkuppelwald ein Balzquartier für den seltenen Abendsegler darstellt. Zudem dürften bestimmte Bäume nicht für Kletteraktivitäten genutzt werden, falls sich herausstellt, dass in einigen Baumhöhlen Fledermäuse überwintern.

Doch welcher Betreiber und Investor möchte solche Auflagen riskieren?

Die Dorfgemeinschaft Eikamp e.V. versucht sich für die Natur in unserer Gegend einzusetzen, dafür wurden Fledermausexperten, Umweltschützer und Fachanwälte im Artenschutzrecht herangezogen. Nachdem unsere Appelle auf Gemeindeebene kaum beachtet wurden, versuchen wir nun über den Kreis, die Bezirks- und Landesregierung unsere großen Bedenken und Sorgen zum Hochseilgartenprojekt zum Ausdruck zu bringen. Dabei muss man jedoch immer wieder feststellen, wie groß der Einfluss dieses Investors in politischen Kreisen ist.

 

Wir hoffen dennoch immer noch auf eine positive Wendung des Ganzen und lassen und nicht entmutigen!

Die Natur braucht uns nicht, aber wir brauchen die Natur!

 

 

 

 

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“Der Bau des Hochseilgartens ist nicht mehr zu stoppen!”

kai 13. November 2008

à Wenn Sie das glauben, dann brauchen Sie nicht weiter zu lesen.

  „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

(Bertold Brecht)

 Sie haben den Einfluss etwas zu verändern und zu bewegen!

Ganz einfach durch Ihren Entschluss:  Ich will meine Natur schützen!

 „Geben Sie unserem idyllischen Eikamp eine Chance!“

 Der Rat der Gemeinde Odenthal entschied am 23.09.08, dass der hoch umstrittene Hochseilgarten in Eikamp gebaut werden darf. Jedoch müssen die Untere Landschaftsbehörde des Rheinisch Bergischen Kreises und die Bezirksregierung Köln diesen Beschluss noch absegnen!

Wir haben von Vereinsseite aus Kontakt zum Rheinisch Bergischen Kreis, der Bezirksregierung Köln, Umweltministerium NRW und der Europäischen Union hergestellt. In den Anschreiben an diese Institutionen haben wir auf die offensichtlichen Verfahrensfehler hingewiesen (u.a. unzureichende und mängelbehaftete Begutachtung der Flora und Fauna im Plangebiet)

Herr Prof. Dr. Martin Gellermann, Rechtsanwalt und ein bundesweit anerkannter Experte auf dem Gebiet des Naturschutzrechts, steht uns mit seinem anwaltlichen Rat zur Seite.

  Wir von der Dorfgemeinschaft Eikamp e.V. sind ein gemeinnütziger Verein und wollen einen positiven Einfluss auf unsere Umgebung nehmen. Unser Ziel ist das „Sich-wohl-fühlen-können“ in unserer Gegend. Wir möchten den Natur- und Umweltschutzgedanken fördern. Es ist uns ein großes Anliegen, Kinder und Jugendliche für die Natur zu begeistern (z.B. über Naturerlebnistage und Biotopgestaltungen). Zudem liegt uns die Verkehrssicherheit aller Einwohner in und um Eikamp herum, insbesondere die der Kinder,  sehr am Herzen. Dafür möchten wir uns einsetzen!  Wir sind motivierte, aufgeschlossene und humorvolle Menschen, die sich gewissenhaft der Vereinsarbeit widmen und jedes Anliegen ernst nehmen. Interessierte Bürger, die Lust haben uns kennen zu lernen oder mit uns zusammen arbeiten möchten, sind jederzeit herzlich bei uns willkommen.

Machen Sie bei uns mit und werden Mitglied bei der Dorfgemeinschaft Eikamp e.V., oder spenden Sie!

Zur Finanzierung des Rechtsanwalts und weiterer Kosten benötigen wir Spendengelder:

Spendenkonto: 328550834, bei der Kreissparkasse Köln, BLZ: 37050299

Vielen Dank für Ihre Hilfsbereitschaft bei der Umsetzung unserer gemeinsamen Ziele!

Herzliche Grüße,

der Vorstand

 

 

 

                                                             

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Protest gegen den Bau des Hochseilgartens in Eikamp geht weiter!

kai 9. Oktober 2008

 

Liebe Mitglieder und Unterstützer der Dorfgemeinschaft Eikamp e.V.!

 

Unser Protestzug durch Odenthal, an dem ca. 60 Personen teilgenommen haben, war eine gute Aktion!

Wie aber fast schon zu erwarten war, hat dies unsere Politiker nicht beeindruckt. Der Rat der der Gemeinde Odenthal entschied in seiner Abstimmung vom 22.09.08, dass der hoch umstrittene Hochseilgarten in Eikamp gebaut werden darf.

Bis auf die Stimmen der Grünen Politiker und 4 Stimmen aus den Reihen der SPD, stimmten alle anderen Politiker für das Projekt.

Damit wenden sich die Politiker gegen die 200 vorgebrachten Bedenken und die 1000 gesammelten Unterschriften der Bürger Eikamps. Sie ignorieren zudem die Einwände des Landschaftsbeirates, der eine zweijährige Begutachtung der Flora und Fauna des Plangebietes vorschreibt. Selbst als ihnen das Gutachten der Fledermausexpertin vorlag, das Widersprüche zu dem faunistischen Gutachten der Uni Essen aufzeigt und auf das Vorkommen von seltenen Fledermausarten im Plangebiet hinweist, wurden von den Politikern weitere Untersuchungen im Kramerbusch abgelehnt.

Dieses Verhalten zeigt eindeutig, dass unsere Politiker nur die Interessen der Investoren und Betreiber des Hochseilgartens sehen, aber die Sorgen und Bedürfnisse der Bürger und den Naturschutz missachten.

Die Entscheidung des Gemeinderates pro Hochseilgarten werden wir nicht akzeptieren.

Der Ratsbeschluss muss der Unteren- und Oberen Landschaftsbehörde vorgelegt und von diesen Behörden abgesegnet werden.

In ausführlichen Anschreiben hat unser Verein an den Rheinisch Bergischen Kreis, die Bezirksregierung, das Umweltministerium und die Europäische Union appelliert, dass die Bedenken der Bürger und die Umweltgutachten nur unzureichend von der Gemeinde Odenthal im Bauleitplanverfahren berücksichtigt wurden. Im Hinblick auf das Fledermausvorkommen sind weitere Untersuchungen des Plangebietes notwendig.

Die Dorfgemeinschaft Eikamp e.V. wird zudem in den nächsten Tagen einen Rechtsanwalt zu Rate ziehen, der Erfahrungen im Arten- und Naturschutzrecht hat, um gegebenenfalls rechtliche Schritte gegen den Ratsbeschluss einzuleiten.

 

Der Verein freut sich über jede finanzielle Unterstützung, um die Kosten für die Rechtsberatung und Gutachtenerstellung zu decken. Die Spenden können auf das Vereinskonto überwiesen werden:

Kontonummer: 328550834, bei der Kreissparkasse Köln, BLZ: 370 502 99

 

Vielen Dank für eure bisherige Unterstützung!

 

Noch eine Info: Auf unserer Mitgliederversammlung am 6.10.08 wurde einstimmig die Satzungsänderungen beschlossen. In der Vereinssatzung ist jetzt die Gemeinnützigkeit des Vereins klarer definiert.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Kai Dehler

 

 

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